Warum ein Vermögen aufbauen?

Es gibt die unterschiedlichsten Gründe dafür ein Vermögen aufzubauen. Der wichtigsten Gründe: Sicherheit, Freiheit & Unabhängigkeit.

“I really like my life. I’ve arranged my life so that I can do what I want.”

– Warren Buffet

Wie bringt es dir konkret?

  • Geld für sich arbeiten lassen – durch Zinseszinseffekte wird man immer reicher, je mehr Kapital man hat.
  • Private Altersvorsorge – Lieber selber etwas ansparen, anstatt auf die Rente zu setzen.
  • Für deine potenzielle Immobilie – mehr Eigenkapital = bessere Kreditkonditionen oder bessere Immobilie.
  • Unabhängiger vom Beruf sein, Selbstständigkeit wagen, früher in Rente gehen, Teilzeit arbeiten.
  • Rücklagen zu haben für größere Anschaffungen oder schlechte Zeiten.

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Vermögensaufbaubedingung #5: Kaufe den gesamten Markt, nicht einzelne Papiere (Diversifikation)

Du steckst dein ganzes Geld in eine Aktie. Wenn du Glück hast, läuft es gut, wenn etwas Unvorhergesehenes kommt, geht dein komplettes Vermögen flöten. Erinnerst du dich noch an die Telekom-Aktie? Damals eine scheinbar sichere Sache wurde für Viele zum Geldgrab.

„Ok, dann kaufe ich eben 5 verschiedene Aktien„. Schon besser! Dann sind vielleicht 2 deiner Aktien aus dem Automobilsektor, 2 aus dem Finanzsektor und 1 aus dem Dienstleistungssektor. Leider gibt es eine technische Revolution, die niemand ahnen konnte und eine Finanzkrise. 4/5 deiner Aktien gehen stark in den Keller.

Dann kaufe ich eben 10 europäische Aktien aus allen großen Branchen„. Nicht schlecht! Blöderweise kommt es nun zu einer Eurokrise. Aktien in Europa verlieren überdurchschnittlich stark. Aktien aus den USA, Japan, China etc. sind viel weniger betroffen. Dumm gelaufen!

Ok, dann kaufen ich Aktien aus allen Branchen, aus allen Ländern und davon möglichst Viele„. – Jetzt kommen wir der Wahrheit näher. Das ist schon einmal sehr breit aufgestellt und damit ist das Risiko breit gestreut. Jetzt gibt es aber eine Weltwirtschaftskrise und alle Aktien aus allen Ländern und Branchen verlieren an Wert. Was jetzt?

„Ok, dann kaufe ich Aktien aus der ganzen Welt und dazu noch Anleihen, die feste Zinsen bringen“ – Sehr gut! So wird das gemacht. Durch das Mischungsverhältnis von Aktien und Anleihen bestimmst du nun das Chancen-/Risikoverhältnis (später mehr).

Vergiss die Nadel, kaufe den Heuhaufen!

Um Risiken gering zu halten und trotzdem vom Wachstumspotenzial des gesamten Marktes zu profitieren, solltest du deine Anlage immer breit streuen (diversifizieren). Kaufe den gesamten Markt und nicht einzelne Aktien, Anleihen, Branchen, Länder etc.

Damit lässt sich das Risiko extrem senken. Deine Chancen das nächste Apple zu finden, sind enorm gering.

Vermögensaufbaubedingung #4: Keine unnötigen Kosten akzeptieren

Der sicherste Weg zur höheren Rendite heißt Kosten senken.

Die Auswirkungen von Kosten auf die Performance deines Portfolios werden generell massiv unterschätzt. Einmalige Kosten entstehen beim Kauf eines Wertpapiers, darüber hinaus gibt es jährliche Kosten für die Verwaltung.

Manche aktiv gemanagte Fonds berechnen eine Jahresgebühr von bis zu 2,5% p.a. (per anno = pro Jahr). Kostengünstige Indexfonds oder ETFs kosten hingegen oft nur 0,3 oder 0,5% p.a.

Im folgenden Beispiel werden monatlich 300€ gespart. Wir rechnen mit einer durchschnittlichen Performance von 8% p.a.

Wertentwicklung bei 0,3% vs. 2,5% Kosten p.a. 
nach 10 Jahren € nach 20 Jahren € nach 30 Jahren
Portfolio A (0,3% Kosten p.a.) 53.559 € 166.017 € 402.144 €
Portfolio B (2,5% Kosten p.a.) 47.732 € 129.266 € 268.536 €

 

130.000€ mehr nur durch etwas weniger jährlichen Kosten! Das sind enorme Unterschiede.

Schlau ist es deshalb, diese laufenden Kosten so gering wie möglich zu halten.

Geringe Kosten mit Indexfonds/ETFs

Die Könige der geringen laufenden Kosten sind sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds), auch Indexfonds genannt. Sie sind das kostengünstigste Instrument und für Anleger einfach zu verstehen.

Man redet auch von passiv gemanagten Fonds. ETFs zeichnen einfach die Entwicklung eines ausgewählten Index (Plural: Indizes) nach und wählen nicht aktiv bestimmte Papiere aus. Warum das sogar ein Vorteil ist, siehst du im nächsten Punkt.

Was ist ein Index (Plural: Indizes)?

Indizes sind einfach eine Zusammenfassung verschiedener Einzelpapiere. Beispielsweise ist der DAX der deutsche Aktien Index und umfasst, die 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen aus Deutschland.

Es gibt aber auch ganz andere Indizes. Beispielsweise den MSCI World (1.612 Aktien aus 23 Ländern; Stand: Mai 2014) oder ein Anleihenindex wie der „iBoxx € Sovereigns Eurozone Index“, der sich aus insgesamt  260 einzelne Staatsanleihen zusammensetzt. Diese großen und breit aufgestellten Indizes werden später eine zentrale Rolle bei deinem Vermögensaufbau spielen.

Vermögensaufbaubedingung #3: Jetzt beginnen. Je früher desto besser

Ein früher Sparbeginn wird reich belohnt.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel ein möglichst früher Sparbeginn tatsächlich ausmacht! Das sind sehr schnell Unterschiede zwischen mehreren 100.000€ haben oder nicht haben!

Person A beginnt mit 25 Jahren monatlich 200€ zu sparen. Person B beginnt mit 33 Jahren. Beide erzielen einen durchschnittlichen Zinssatz von 6% pro Jahr. Im Alter von 60 Jahren hat Person A ein Vermögen von 276.135€ – Person B hingegen hat nur 157.863€.  Das ist ein Unterschied von knapp 120.000€.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“

Noch größer sind die Unterschiede, wenn man den Sparbeginn im Alter von 20 Jahren gegenüber einem Sparbeginn mit 30 Jahren vergleicht. Schau dir das Ergebnis in der Grafik an:

Auswirkung von 10 Jahre früherem Sparbeginn bei einer Sparrate von 200€/Monat bei 8% Zinsen pro Jahr.

 

Was heißt das für dich? Richtig, keine Zeit verschenken und jetzt beginnen. Je früher du durchstartest, desto stärker wächst dein Vermögen.

Nichts zu tun ist die schlechteste Entscheidung, die du treffen kannst. Vor allem, wenn du zwischen 20 und 30 Jahren alt bist. Start early!

Vermögensaufbaubedingung #2: Automatisiert sparen: es muss von selbst gehen

Schauen wir der Wahrheit ins Gesicht. Du bist ein Gewohnheitstier, das zudem vieles vergisst. Dein Alltag ist voller Termine und es gibt genügend Dinge, die regelmäßig erledigt werden wollen.

Nichts führt sicherer zum Misserfolg deines Vermögensaufbaus, wie wenn du ständig Zeit & Energie dort hineinstecken musst.

Zu Beginn bist du vielleicht noch motiviert und voller Enthusiasmus dabei. Aber mit der Zeit nimmt das ab und ehe du dich versiehst, machst du gar nichts mehr. Erinnerst du dich an die letzte Diät oder das letzte große Vorhaben „endlich alles anders zu machen“? Ständiger Aufwand und Anstrengung im stressigen Alttag ist der Killer für erfolgreiches Finanzmanagment.

Wenn du schlau bist, richtest du dir ein System ein, das zu dieser menschlichen Realitität passt. Die Automatisierung deines Vermögensaufbaus ist deshalb absolut fundamental.

„Don’t make me think!“

Was ist mit Automatisierung gemeint? Jeden Monat wird automatisch Geld von deinem Girokonto gezogen. Mit diesem Betrag werden automatisch (von dir) festgelegte Investitionen getätigt. – Einmal eingerichtet musst du danach nicht einen Finger mehr krümmen.

So wirst du erfolgreich ein Vermögen aufbauen.

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Wie sieht Automatisierung konkret aus?

  • Du legst einen Betrag fest, der automatisch zu bspw. jeden 1. oder 15. des Monats automatisch von deinem Girokonto eingezogen wird.
  • Dieser Betrag wird automatisch in ausgewählte Fonds investiert.
  • Du benötigst kein Startkapital: Selbst ab 25€€/Monat lässt sich über Sparpläne Vermögensaufbau betreiben.
  • Dieses Prozedere wiederholt sich jeden Monat. Du kannst jederzeit damit aufhören oder Änderungen vornehmen.

Weitere Vorteile der Automatisierung

Ganz nebenher hast du durch regelmäßiges Sparen auch deine Ängste und Euphorie im Griff, die bei der Geldanlage oft fatale Folgen haben. Wenn dein System automatisiert handelt, wird nicht jede Entscheidung neu getroffen (und ist damit anfällig für unkluge Entscheidungen). Später mehr zum Timing-Problem etc.

Vermögensaufbaubedingung #1: hohe Zinsen

Jaja, Zinsens-Zins-Effekte. Haben wir alle schon mal irgendwo gehört.

Etwas Geld hier und da zu sparen, bringt dich nicht weit voran. Lebensmittel bei Discountern einkaufen, Kleidung im Winter-/Sommerschlussverkauf kaufen und bei jeder Neuanschaffung den billigsten Preis im Internet finden. – Das ist alles ganz nett. Und „ganz nett“ ist die kleine Schwester von Sche***.

Ein Vermögen häufst du damit sicher nicht an.

Auch, wenn pro Monat ein paar 100€ auf deinem Konto zurückbleiben, kommst du mit einer niedrigen Verzinsung nicht weit.

Beginnst du mit 25 Jahren monatlich 200€ mit 1,5% Verzinsung anzusparen, hast du mit 45 Jahren 55.947€. 

Machst du dasselbe mit einer Verzinsung von 7%, hast du 102.120€.

Du hast dieselbe Menge an Geld eingezahlt. Jedoch nahezu doppelt so viel Ertrag!

Bringst du als „Gutverdiener“ 1000€ pro Monat auf die Seite, hast du nach 20 Jahren mit 1,5% Zinsen 279.739 €, mit 7% Zinsen jedoch 510.599€! Das ist ein Unterschied von einer Viertel Millionen €! Ohne, dass du dafür einen Cent mehr sparen musst.

Schau dir die grafische Darstellung an:

Vermögen nach 20 Jahren mit unterschiedlichen Sparraten (200€, 1000€) und Zinsen (1,5% vs. 7%).

 

Hier spielt die Musik.

7% Zinsen bekommst du nicht bei deiner Sparkasse. Dafür brauchst du ein Depot und musst regelmäßig in die richtigen Dinge investieren. Weiter unten lernst du ganz exakt, wie das geht.

Je höher die Sparrate, desto größer und schneller wächst dein Vermögen

Über dieses Thema wird oft geschwiegen von vielen Experten, die den magischen Trick zum Reichwerden verkaufen.

Fakt ist jedoch: ein gutes Einkommen der erste Schritt ist für den Vermögensaufbau. Denn nur, was nach dem Abzug deiner Lebenskosten noch übrig bleibt, kannst du auch in den Vermögensaufbau stecken.

Je mehr du monatlich sparst, desto stärker wächst dein Vermögen. Du kannst später auch jederzeit deine Sparrate nach oben oder unten verändern, falls du das willst. Selbst wenn du jetzt noch nicht so viel sparen kannst, beginne jetzt klein und steigere dich einfach in der Zukunft. Selbst mit 25€ oder 50€ pro Monat kannst du bereits beginnen!

Mit diesem Rechner kannst du berechnen, wie viel € du nach einer bestimmten Spardauer vermutlich haben wirst:

Langsam und stetig investieren, anstatt gierig und panisch

„Die meisten Dinge, die es wert sind, dass sie getan werden, sind es wert, langsam getan zu werden.“

Jonathan Wilmot, Chef von Makro-Investments bei Credit Suisse Asset Management

Passives Investieren hat viel mit regelmäßigen Schritten in die richtige Richtung zu tun.

Die emotionale Achterbahnfahrt, die du mit anderen Vermögensaufbaustrategien erleben kannst, gibt es hier nur in sehr abgeschwächter Form. Das ist jedoch kein Nachteil, sondern ein Vorteil.

Denn wer sich beim Investieren von Emotionen leiten lässt, verbrennt sein Geld mit hoher Sicherheit.

Wo ein Konto für ETF-Sparplan eröffnen? Welche Bank ist die Beste?

Um mit Fonds sparen zu können, benötigst du ein Depot. Das ist nichts anderes wie ein normales Konto, nur mit der Möglichkeit Fonds kaufen zu können (theoretisch kannst du darüber auch Einzelaktien, Zertifikate uvm. kaufen).

In Zeiten von Direktbanken gibt es keinen Grund mehr Kontoführungsgebühren zu zahlen.

Viel wichtiger ist jedoch, dass es bei der Bank eine Auswahl an ETFs gibt, die mit einem Sparplan bespart werden können. Außerdem bieten die Direktbanken für das Geld, das nicht investiert ist meist die höchsten Tagesgeldzinsen. Es ist also ungefähr alles besser als bei einer normalen Bank.

Die Landschaft an Anbieter, Gebühren etc. ist ziemlich unübersichtlich. Wir sind deshalb dazu übergegangen zu schauen, welche Direktbanken über Jahre bei Stiftung-Finanz Test ganz vorne liegen.

Comdirect und Cortal Consors sind am günstigsten (Quelle: Stiftung Warentest, Finanztest. Jahrbuch 2015, S. 88)
Comdirect und Cortal Consors sind am günstigsten (Quelle: Stiftung Warentest, Finanztest. Jahrbuch 2015, S. 88)

Die drei Direktbanken, die vorne liegen sind also Comdirect, Cortal Consors und die ING Diba.

Schauen wir uns die jeweiligen Bedingungen genauer an:

1.) Comdirect

  • Den von uns empfohlene Aktien-ETF (ETF110) + Anleihen-ETF (DBX0AC) gibt es für 0% Ordergebühren bei Sparplanausführung.
  • Übrige ETFs mit Kaufgebühren von 1,5%, maximal jedoch 4,50€.
  • Die Comdirect-Bank hat sogar eine eigene ETF-Marke aufgesetzt (Comstage), mit noch geringeren laufenden Kosten als die anderen Anbieter.
  • Bewährtes Unternehmen (die Comdirect ist die Direktbank der Commerzbank).
  • Depot bei Comdirect eröffnen.

2.) Cortal Consors

  • Nur den von uns empfohlenen Anleihen ETF (DBX0AC) gibt es für 0% Ordergebühren bei einem Sparplan (garantiert bis 15.01.2019).
  • Übrige ETFs mit Ordergebühren von 1,50%, kein Maximum.
  • Depot bei Cortal Consors eröffnen.

3.) ING Diba

  • Nur den von uns empfohlenen Anleihen ETF (DBX0AC) gibt es für 0% Ordergebühren bei einem Sparplan.
  • Übrige ETFs mit Ordergebühren von 1,75%.
  • Kleinste Sparrate: 50€
  • Besonderheit: Bei Einmalanlagen ab 500€ nur 0% Ordergebühren.
  • Depot bei ING Diba eröffnen.

Welches Depotkonto benutzen? Unsere Empfehlung.

Wir empfehlen am liebsten das Depot der Comdirect.

Warum?

  • Von uns empfohlene ETFs können für 0% Ordergebühren per Sparplan bespart werden.
  • Auch bei einer größeren Einmalanlage sind die Orderkosten auf maximal 4,50€ gedeckelt.
  • Die Eigenmarke Comstage wird vermutlich am längsten bei der Mutterbank zu den besten Konditionen vertrieben werden.
  • Es immer eine große Auswahl an guten sparplanfähigen ETFs aus allen Anlageklassen.

Natürlich kannst du auch ein Depotkonto bei jeder anderen beliebigen Bank eröffnen. (Eine Alternative wäre bspw. das Cortal Consors Depotkonto).

Insgesamt gibt es aber keine riesigen Unterschiede. Wenn du das bei der DiBa oder sonst wo machst, ist das meist kein Weltuntergang – du verlierst eben ein wenig Rendite durch höhere Orderkosten und musst schauen, ob deine gewünschten ETFs überhaupt per Sparplan bespart werden können.

Wenn du aber schon dabei bist, deine Finanzen optimal aufzustellen, kannst du es auch gleich so gut wie möglich machen.

Jetzt zur Tat schreiten

Eröffne jetzt direkt dein Depotkonto bei Comdirect . Das geht nur 5 Minuten.

Bis der Anmeldungsprozess abgeschlossen ist, vergehen ein paar Tage. Das ist jedoch gar nicht so schlecht! Solange arbeitest an deinem individuellen ETF-System (siehe kommende Schritte) und schläfst noch ein paar Nächte darüber.

 

Konto eröffnen

Hier ein Video, in dem der Kontoeröffnungsprozess eines Depots bei der Comdirect erklärt werden.

 

Wie geht es weiter?

  • Mit dem ausgefüllten Formular + deinem Personalausweis gehst du am besten noch heute zur Post. Falls das nicht geht, nimm es dir morgen vor. Der Postbeamte am Schalter kontrolliert kurz deine Identität (Post-ident-Verfahren) und sendet deine Unterlagen zur Bank.
  • Falls du an „Aufschieberitis“ leidest, hier ein paar Tipps:
    • Setze dir das Ziel – den Antrag zur Post zu bringen – als einzige Erledigung für einen Tag (mach es gleich zu Beginn des Tages).
    • Gönne dir danach eine Belohnung.
    • Sag jemand anders Bescheid, er soll dich in ein paar Tagen kontrollieren, ob du es gemacht hast.
    • Mach dir bewusst, dass du ansonsten jeden Tag Geld verlierst.
  • Der Eröffnungsprozess dauert ein paar Tage. So lange planst du genau, die Details deines ETF-Sparplans, damit du zur Tat schreiten kannst, sobald das Konto eröffnet ist.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Guide:

Angst vor dem Risiko an der Börse – gerechtfertigt oder nicht? Was tun?

Hast du ein unsicheres Gefühl beim Thema investieren? Damit bist du in bester Gesellschaft. So geht es jedem, der versucht intuitiv an die Sache heranzugehen.

Allerdings sind im Feld der Finanzen deine Gefühle selten der beste Ratgeber. Es geht um Wahrscheinlichkeiten, Unsicherheiten, überraschende Ereignisse. Zum Risiko wird das aber nur dann, wenn du nicht weißt, was du tust und die Situation nicht richtig einschätzt.

„Risk comes from not knowing what you’re doing.“

– Buffet

Der gekonnte Umgang mit Wahrscheinlichkeiten

Hast du dich schon mal gefragt, wie weltklasse Pokerspieler Millionen an Preisgelder einsammeln? Obwohl es doch irgendwie Glück ist, welche Karten man bekommt?!

Was diese Pokerprofis perfekt beherrschen, ist der Umgang mit Wahrscheinlichkeiten. Sie passen ihre Einsätze und ihr Risiko perfekt an die Umstände an und machen damit langfristig ziemlich viel Geld. Vor allem aber verstehen sie, wie dieses Spiel funktioniert. Dasselbe machst du beim richtigen Investieren, nur viel einfacher als beim Pokern.

Finanzieller Erfolg ist eng mit dem Umgang von Risiken verbunden. Eine gute Rendite ist die Belohnung für das Tragen von Risiko. Ohne sogenanntes Risiko gibt es keine Rendite.

Auf deinem Tagesgeldkonto erhält dein Geld gerade so seinen Wert (die Zinsen dort halten, wenn überhaupt mit der Inflation mit), dafür ist es ziemlich sicher.

Kaufst du eine einzelne Aktie, kannst du 400% Wertzuwachs (oder mehr) sehen, aber es kann auch um 50% nach unten gehen. Wenn du allerdings unterschiedliche Anlageklasse richtig zusammenmischst, erhältst du eine geglättete Performance.

Alle Superreichen sind am Kapitalmarkt aktiv, um ihr Vermögen optimal zu vermehren. Der kleine Mann hingegen hat Angst vor unkontrollierbaren Risiken oder den Schlagzeilen in den Medien und hortet sein Geld am liebsten unter dem Kopfkissen. Diese gefühlte Sicherheit macht den Vermögensaufbau praktisch unmöglich.

„Der Grund, warum die Reichen in Aktien investieren ist, dass sie die höchste potenzielle Rendite erwirtschaften (8-10% pro Jahr). Langfristig gibt es keine andere Art des Investments mit einer besseren Performance.

Es gibt nicht 100% sicher, nicht mal auf dem Sparbuch. Chance und Risiko sind aneinander gebunden. Die wirkliche Frage ist: Wie maximierst du die Chance und minimierst das Risiko?

Das ist möglich durch verschiedene Maßnahmen wie:

  • Asset-Allocation – Du kaufst nicht nur Aktien oder nur Rohstoffe oder nur Anleihen, sondern von allem einen gewissen Prozentsatz. Dieser ist davon abhängig, wie viel Risiko du eingehen kannst/willst (wichtige Fragen dabei: Wann brauchst du das Geld? + Wie viel halten deine Nerven aus?). Später mehr dazu.
  • Diversifizierung – Du kaufst nicht eine Aktie/ eine Anleihe/einen Rohstoff etc., sondern 10000. Schlechte Performances einzelner Anlagen fallen so praktisch nicht mehr ins Gewicht.
  • Glättung der Performance durch negative Korrelation.

Die Turbulenzen am Aktienmarkt die letzten Jahre machen dir Angst? Es gibt keine bessere Zeit einzusteigen als “wenn die Kanonen donnern”. Angst musst du haben, sobald dein Nachbar mit völliger Sicherheit in Aktien investiert. Denn “wenn es eigentlich nur noch nach oben gehen kann”, dann wird es gefährlich.

Die Kurse an der Börse werden von Angst und Gier bestimmt. Börse ist Psychologie. Der Markt verhält sich nie rational. Jeder Anfänger denkt, er hätte seine Emotionen im Griff. Aber glaub mir, das hast du nicht. Spätestens, wenn du mit deinem eigenen Geld aktiv bist, ist es vorbei mit jeglicher Rationalität. 95% aller Privatanleger, die versuchen über einen kurzen Zeitraum mit Aktien zu handeln, verlieren Geld.

Nur eine Strategie funktioniert regelmäßig: “Buy and Hold” – also Papiere kaufen, lange liegen lassen, verkaufen. Genau das machst du hier mit dem Sparplansystem. Mit dem Unterschied, dass du nicht einzelne Wertpapiere kaufst, sondern dein Investment breit streust und damit das Risiko stark minimierst.

Zudem kaufst du automatisiert monatlich Anteile, was das Risiko eines ungünstigen Einstiegszeitpunktes minimiert.

Komme ich jederzeit an mein Geld?

Ja, du kannst deine ETF-Anteile jederzeit verkaufen. Natürlich nur zu dem aktuellen Tageskurs. Deshalb solltest du deinen Vermögensaufbau langfristig betreiben. Denn du solltest nicht in die Situation kommen in einer schlechten Phase unbedingt an dein Geld zu müssen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Guide:

Automatisierung – Der Zauberstab des Vermögenaufbaus mit ETFs

„Es wird ja wohl nicht so schwer sein, sich jeden Monat einzuloggen und das Portfolio zu überwachen.“

„Das geht nur 10-15 Minuten.“

„Ist doch wohl kein Problem, dann jeweils das Richtige zu kaufen.“

So etwas hört man nur von Leuten, die die Automatisierung (noch) nicht wirklich wertschätzen. Oder aber sich selber überschätzen.

Sowohl beruflich als auch privat habe ich eines gelernt:

  • Dinge die erledigt werden sollten und sich ständig wiederholen, werden am besten automatisiert und ausgelagert.

Das hat mehrere Vorteile:

  1. Werden die Dinge sicher erledigt.
  2. Es entsteht Zeit und Energie für anderes/Neues/Wichtiges.

Es hat Gründe, warum Zeitschriften, Apps oder Fitnessstudios Abonnements mit dir abschließen wollen! Abonnements sind automatisierte Zahlen. Sie fließen regelmäßig, völlig unauffällig (oft unbemerkt) von deinem Konto.

Aus 20€ pro Monat, werden 240€ im Jahr.

Würdest du 240€ im Jahr ausgeben, wenn du diesen Betrag so direkt vor dir sehen würdest? Unwahrscheinlich.

Diesen Abonnement-Effekt verwendest du nun zu deinen eigenen Gunsten.

Dein Vermögensaufbau wird es dir danken.

5 Jahre, automatisch 300€ / Monat in das ETF-Sparplansystem gesteckt? Schwupps, sind da 21.487,64 € zusammengekommen (bei 7% Zins im Schnitt). Ohne, dass du groß etwas davon gemerkt hast!

Arbeite mit deiner Psyche nicht gegen sie.

  • Entscheidungen treffen zu müssen ist anstrengend.
  • Bei der Geldanlage oft ein schwerer Fehler sich von kurzfristigen Stimmungen leiten zu lassen.
  • Kaufen, wenn die Kanonen donnern.

Alles gute Argumente für die Automatisierung deiner Geldanlage.